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Still Walking
start:
18.11.2010original title:
Aruitemo Aruitemolength:
114genre:
Dramadirection:
Hirokazu Koreedaactors:
Hiroshi Abe, Yui Natsukawa, You, Kazuya Takahashi, Shohei Tanaka, Kirin Kiki, Yoshio Harada, Hirokazu Koreeda, Hirokazu Koreedarenting agency:
Kool/Filmagentinnenproduction:
TV Man Union, Kool/Filmagentinnencontent
"Still Walking" ist eine Familiengeschichte über erwachsene Kinder, die ihre Eltern besuchen. Sie spielt sich an einem einzigen Sommertag ab. Die alternden Eltern haben Jahrzehnte in diesem Zuhause gelebt. Sohn und Tochter kehren mit ihren eigenen Familien für ein spezielles Familientreffen dorthin zurück. Sie sind alle zusammengekommen, um dem verstorbenen Sohn und Bruder zu gedenken, der vor fünfzehn Jahren bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen ist. Obwohl alles noch ist wie früher - das geräumige und gemütliche Haus ebenso wie das von der Mutter zubereitete Festmahl - haben sich im Laufe der Zeit alle leise und subtil verändert. Es ist eine typische dyfunktionale Familie, die ebenso durch Liebe verbunden ist wie durch Ressentiments und Geheimnisse. Geschickt balancierend zwischen leisem Humor und wehmütigem Kummer, porträtiert Kore-eda, wie nervig und wie wertvoll zugleich die Familie sein kann. Die Familie versammelt sich, um dem Tod Junpeis, des ältesten Sohnes und Bruders zu gedenken. Der zweite Sohn, Ryota, hat dem brillanten Junpei, der die Familienklinik hätte übernehmen sollen, nie das Wasser reichen können und fühlt sich gegenüber seinem Vater unwohl. So will er denn am Familientreffen auch nichts darüber verraten, dass er gerade ohne Stelle ist. Ryota ist vierzig Jahre alt und hat vor kurzem eine Witwe mit einem zehnjährigen Jungen geheiratet. Seine ältere Schwester, Chinami, ist mit ihrer Familie bereits eingetroffen und sorgt für heitere Unterhaltung. Toshiko, die trügerisch sanfte Mutter, lässt eine Reihe von sarkastischen Bemerkungen fallen, während sie in der Küche geschäftig die Lieblingsgerichte der Familie zubereitet. Unter all seinen wunderbaren Filmen ist STILL WALKING vermutlich der persönlichste von Hirokazu Kore-eda. Der Japaner arbeitet seit vielen Jahren konsequent und still, fernab vom Rummel der Filmbranche, an einem Werk, das einige der zentralen Fragen der menschlichen Existenz stellt. Oder besser vielleicht: Das sich behutsam einigen der wichtigsten Fragen des Daseins annähert. Kore-eda kreist das menschliche Sein ein, betrachtet es von verschiedenen Seiten, immer wieder aus der Perspektive seines Endes. Der Tod ist ein Tabu und doch das, was mit Garantie alle irgendwann ereilt, unausweichlich. Von ihm aus lässt sich das Leben abgeschlossen betrachten, von ihm aus können sich so scheinbar einfache wie schwer zu beantwortende Fragen stellen: Was war es denn, das Entscheidende in deinem Leben?
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